29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin

„Hinterm Horizont geht’s weiter,
zusammen sind wir stark“

28.-30. November 2019 | Berlin

29. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin

„Hinterm Horizont geht’s weiter,
zusammen sind wir stark“

28.-30. November 2019 | Berlin

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Grußworte der Kooperationspartner

Liebe Hebammen, liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist mir eine große Freude, Sie im Namen des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft für Geburtshilfe und Pränatalmedizin in der DGGG e.V. (AGG) zum Perinatalkongress in Berlin begrüßen zu dürfen. Nach dem Kongress ist vor dem Kongress und daher freuen wir uns schon seit zwei Jahren darauf. Stabilität und das Vertrauen in die Verlässlichkeit liebgewonnener Veranstaltungen und Rituale sind eine Grundlage des Erfolges wissenschaftlicher Kongresse, aber vielmehr noch erwarten wir den interdisziplinären Austausch von neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und deren multiprofessioneller Anwendung in der Klinik. Die Perinatalmedizin, als Kontinuum zwischen dem vorgeburtlichen und nachgeburtlichen Leben, ist ein Paradebeispiel der Zusammenarbeit verschiedener Disziplinen wie Pränatalmedizin und Geburtshilfe einerseits und Neonatologie und Pädiatrie andererseits. Sie beinhaltet die gesamte medizinische, aber auch psychosoziale Versorgung zum Beginn des Lebens. Daher umfasst die Zielgruppe dieses Kongresses alle Menschen, die in den Teams der Perinatalzentren zum Wohle von Eltern und Kindern zusammen arbeiten. Dies spiegelt sich auch wider in der umfangreichen Liste der Kooperationspartner aus den Bereichen Geburtshilfe, Hebammenwissenschaften, Neonatologie und pädiatrische Intensivmedizin sowie der Psychosomatik aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Nicht zuletzt soll dieser Kongress auch helfen, uns in der Gesundheitspolitik mehr Gehör zu verschaffen. Investitionen zur Förderung eines gesunden und glücklichen Starts sind die beste Anlage für eine langanhaltende Gesundheit im weiteren Leben. Zukünftige Generationen werden uns dafür danken.

Seien Sie neugierig, hören Sie zu und diskutieren Sie, teilen Sie den Anderen mit, was für Sie wichtig ist. Ich wünsche Ihnen viele neue Erkenntnisse, gute Kontakte und spannende Momente am Kongress und in Berlin.

Mit herzlichen Grüßen

Prof. Dr. med. Kurt Hecher Vorsitzender der AGG e.V.

Dass die Deutsche Gesellschaft für perinatale Medizin ihren Kongress schon seit längerem gemeinsam mit Ärztinnen/Ärzten und Hebammen ausrichtet, ist aus der Sicht der Dt. Gesellschaft für Hebammenwissenschaft ein Zeichen in die richtige Richtung. Mit Frau Professorin Bernlöhr und Frau Professorin Schäfers sind zwei Hebammen im Wissenschaftlichen Komitee des Perinatologischen Kongresses vertreten. Hebammen sind an der Entwicklung und Aktualisierung von Leitlinien gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten beteiligt, sie sind in der AWMF vertreten und sie schreiben Stellungnahmen zu Fragen des BMG, des G-BA, IQWIG und IQTIG. Gern bemühen wir uns auch um Sitz und Stimme im Gemeinsamen Bundesausschuss, um die kontinuierliche Arbeit dort zu unterstützen.
Die gemeinsame Planung des Kongresses und dass hier so viele Hebammen vertreten sind, ist umso wichtiger, je mehr Wind uns Hebammen im Zuge der Umstellung auf eine generelle Akademisierung aus der Richtung von DGGG und BVF entgegenweht. Mit vagen Behauptungen und Prognosen wurde wiederholt eine Verschärfung der Unterversorgung in der Geburtshilfe formuliert, um bei den Mitgliedern des Bundestages Vorbehalte gegen die Vollakademisierung zukünftiger Hebammen zu untermauern.
Die Fachgesellschaft der Hebammen steht in einem konstruktiven Diskurs mit Politik und Ärzteschaft. Das antiquierte hegemoniale Selbstverständnis aus der Feder der Präsidien überraschte da sehr.
Bitte lassen Sie uns in der versorgenden Praxis gut zusammenarbeiten, so wie es sich Frauen und Familien in Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett wünschen: klinisch und außerklinisch, beides ist gleichberechtigt wichtig. Lassen Sie uns neue Versorgungsmodelle diskutieren, lassen Sie uns gezielter zusammenarbeiten dort, wo es noch nicht gut gelingt, lassen Sie uns den Frauen und Paaren Interventionen verständlich machen für einen informierten Entscheidungsprozess.
„Zusammen sind wir stark“ und erkennen bei schwangeren und gebärenden Frauen die Physiologie und die individuellen Risiken, die bedacht werden müssen. Ein „Miteinander“ von Hebammen und Frauenärzt*innen ist dabei so wertvoll: nicht erst am Horizont gibt es gut funktionierende Beispiele frauzentrierter Zusammenarbeit. Mögen sich diese – auch in den Diskussionen auf diesem Kongress - als das Normale durchsetzen!

Elke Mattern
Vorsitzende der DGHWi

Liebe Kolleginnen, liebe Ärztinnen und Ärzte,

der Kongress für Perinatale Medizin steht traditionell im Zeichen des Austauschs. Austausch über die eigenen Themen, Austausch über neue Methoden und Erkenntnisse, aber gerade auch der Austausch über den eigenen Blickwinkel und Expertise hinweg, interdisziplinär und vielseitig im gesamten Team Geburtshilfe. Die best-mögliche Geburtshilfe, undogmatisch, vielfältig gemeinsam  und situationsbezogen, das ist ein Ziel, das sich wie ein roter Faden durch den gesamten Kongress zieht. Und genau dieser Blick über den eigenen Tellerrand hinaus ist eine der großen Stärken dieses Kongresses und macht ihn zu etwas Besonderem.

Auch der explizite Einbezug von komplementären Wissensfeldern in die rein medizinische Betrachtung, wie Psychologie, Soziologie und Philosophie, ist ein großer Gewinn. Der Austausch über Fachwissen und das Teilen der eigenen, fachspezifischen Perspektive, das Hören der anderen Blickwinkel, heißt, genau dieses Wissen zu pflegen und zu mehren. Nur wer von der Expertise, den Stärken und auch Grenzen der jeweils anderen im Team weiß und diese respektiert und einplant, kann die bestmögliche Versorgung von Mutter und Kind rund um die Geburt sichern. Nur wer Frau und Kind als Ganzes betrachtet, Physis sowie Psyche, kann das Wohlbefinden beider optimal fördern.

Von guter Zusammenarbeit und geteiltem Wissen profitieren wir alle – sowohl Mutter und Kind, als auch wir Hebammen, Ärztinnen und Ärzte und die Institutionen, in denen wir arbeiten. Das Ziel der bestmöglichen Fürsorge und Versorgung unserer Zielgruppe eint uns alle. Ganz im Kongressmotto: „Hinter dem Horizont geht es weiter, zusammen sind wir stark.“

Ich wünsche allen einen erfolgreichen Kongress!

Ulrike Geppert-Orthofer

Liebe Hebammen, liebe Kolleginnen und Kollegen,
namens der DGPFG möchte ich Sie herzlich zum Perinatalkongress in Berlin begrüßen.
Schon das Tagungsmotto unterstreicht, wie vielschichtig die Perinatalmedizin ist und welchen
großen Stellenwert die Interdisziplinarität, aber auch die biopsychosozialen Betrachtungen
bekommen haben. Das ist gerade aus unserer Sicht eine wundervolle Entwicklung.
Wir Psychosomatiker freuen uns natürlich, dass wir wieder umfassend in die Programmgestaltung
eingebunden wurden und hoffen auf eine gute Resonanz auch für unsere Themen.
Das gesamte Kongressprogramm unterstützt meine Hoffnung, dass die „Geburtshilfe“ zumindest
in Deutschland noch eine Zukunft hat. Somit bekommt die interventionsarme und
psychosomatische Geburtshilfe einen Horizont.
Den Organisatoren sei zu ihrem Mut gratuliert, denn: „Wer nicht vom Weg abkommt, bleibt
auf der Strecke“.
Ich wünsche dieser Tagung den mehr als verdienten Erfolg.

Mit herzlichen Grüßen
Dr. med. Wolfgang Lütje
Präsident der DGPFG

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Namen des Vorstands der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) begrüße ich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des “29. Deutschen Kongresses für Perinatale Medizin“ ganz herzlich.

Unsere Fachgesellschaften DGPM und GNPI haben multiple gemeinsame wissenschaftliche Interessen und auch berufspolitisch zahlreiche Anknüpfungspunkte, die seit vielen Jahren im Schulterschluss angegangen werden. Die Vorstände beider Fachgesellschaften arbeiten in diesen Fragen seit vielen Jahren eng und erfolgreich zusammen. Unser Ziel ist es, gemeinsam Konzepte zu erarbeiten wie wir fächer- und berufsgruppenübergreifend die Qualität und Sicherheit von Früh- und Neugeborenen während der stationären Behandlung von Mutter und Kind und auch darüber hinaus gewährleisten und optimieren können. Ein essentieller Faktor, den auch dieser Kongress wiederspiegelt, dabei ist die gute Zusammenarbeit zwischen Hebammen, Geburtshelfern, Kinderärzten und Pflegenden.

So prädestiniert das Motto des diesjährigen Kongresses „Hinterm Horizont geht’s weiter, zusammen sind wir stark“ geradezu zum gemeinsamen engen Austausch aller an der Versorgung der Allerkleinsten beteiligten Berufsgruppen.

In Berlin erwartet uns alle zwei Jahre, so auch vom 28. bis 30. November 2019 wieder, ein umfangreiches Programm mit innovativen und aktuellen Themen, welches die vielfältige Kooperation aller Berufsgruppen wiederspiegelt. Diese ist gerade in Zeiten hoher berufspolitischer Herausforderungen und Anforderungen an die einzelnen Kliniken ganz besonders hervorzuheben.

Wir wünschen Ihnen allen eine anregende Veranstaltung mit guten kollegialen Gesprächen und den Organisatoren einen erfolgreichen Kongress.

Univ.-Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser

Präsidentin der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI)

Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freunde

die Deutsche Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM) veranstaltet ihren 29. Kongress von 28. bis 30. November 2019 in Berlin!

Es freut uns sehr, dass wir Sie auch im Namen der Österreichischen Gesellschaft für Prä- und Perinatale Medizin (ÖGfPPM) als Kooperationspartner ganz herzlich begrüßen dürfen. Die Interdisziplinarität unserer Gesellschaften bestehend aus Neonatologie, Geburtshilfe, Kinderchirurgie sowie geburtshilflicher Anästhesie spiegelt sich auch in der Vielfalt der Kongressvorträge wider.

Wir kommen gerne nach Berlin, weil wir haben einen Koffer in Berlin (Udo Lindenberg) und sind daher sehr stolz auf die Einladungen, und freuen uns, dass wir uns hier präsentieren können. Besonders möchten wir auf den Vortrag von Prof Strohmer verweisen mit dem Titel: Schöne neue Kinder. Zwar Zunkunftsaspekte der Reproduktionsmedzin, aber „keine Panik“ (Udo Lindenbrg) gemeinsam werden wir das meistern!

Mit dem Kongressmotto „Hinterm Horizont geht’s weiter, zusammen sind wir stark“ wird auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit mehrerer Berufsgruppen wie Ärzt/innen, Pflegepersonen sowie Hebammen besonders hervorgehoben.

Dieser Kongress stellt einerseits eine Plattform zum wissenschaftlichen Austausch der neuesten Forschungsergebnisse und Informationen rund um die Perinatale Medizin dar und gibt andererseits genügend Möglichkeit für persönliches Gespräch und Vernetzung.

Wir hoffen, dass der Kongress für Sie ein attraktives Programm bietet und freuen uns auf drei informative und schöne Tage rund um die Perinatale Medizin in Berlin.

Danke an die Kongresspräsidenten Prof Schlösser und besonders Prof Kainer für die Einladung.

Dürfen wir in diesem Zusammenhang Alle zu unserer Jahrestagung im März 2020 und zum Europäischen Perinatal Kongress 2022 nach Wien einladen. Alles klar (Udo Lindenberg) …

Univ.-Prof. Dr. Ursula Kiechl-Kohlendorfer       Univ.-Prof. Dr. Christian Dadak

Hinterm Horizont geht’s weiter, zusammen sind wir stark – was für ein Motto für die perinatale Medizin! Vor allem Erstgebärende lassen sich genau darauf ein, auf das Neuland hinterm Horizont. Alles ist anders, alles ist neu. Schon in der Schwangerschaft lernt die Frau ihren Körper von ganz neuen Seiten kennen. Während der Geburt geht sie an ihre Grenzen und darüber hinaus. Und das Leben mit einem Neugeborenen sprengt dann ohnehin alle Erwartungen. Wir Hebammen begleiten die Frauen, ihre Neugeborenen und die ganze Familie bei diesen Entdeckungen. Wir bestärken sie darin, dass sie dafür gerüstet sind, dass sie alle Ressourcen zur Verfügung haben, um dieses Neuland freudig zu erleben.

Zusammen sind wir stark – dieses Wir hat mehrere Facetten. Das Wir der Familie: die Frau, ihr Partner/ihre Partnerin, das Kind. Bei der Begleitung des Familie-Werdens sind auch wir Geburtshelfer zeitweise Teil dieses Wirs der Familie. Außerdem gibt es das Wir der Geburtshelfer*innen: Hebammen als Expert*innen für die Physiologie und Ärzt*innen als Expert*innen für die Pathologie. Zusammen sind wir stark. Zusammen sorgen wir dafür, dass alles gut verläuft, im Interesse der Gesundheit und des Wohlergehens der Mütter und ihrer Kinder.

Die Hebamme ist als Expertin des Übergangs und als Begleiterin der ihr anvertrauten Frauen
und Familien gefordert, damit im Sinne von Prävention und Gesundheitsförderung die
Stärkung der Frau in ihrer Mutterrolle gelingen und elterliche Kompetenz wachsen kann.
Die Zeit nach der Geburt ist ein Zeitfenster im Lebenslauf, in dem besondere
Empfindlichkeiten zum Erwerb bestimmter Fähigkeiten aktiviert sind. Dieses Zeitfenster ist
von vorübergehender Dauer. Das gilt es zu nutzen.

Lassen Sie uns in diesem Zusammenhang durchaus auch an unsere eigenen Interessen denken. Wenn Frauen informierte Entscheidungen treffen, wenn sie die Schwangerschaft, die Geburt und das Leben mit dem Baby selbstbestimmt in die Hand nehmen und sie nicht dauernd wegen möglicher Probleme oder Risiken in Sorge sind, dann erleben nicht nur die Frauen das Freudige dieses Lebensabschnitts intensiver. Auch für uns selbst rückt das Besondere unseres großartigen Berufs wieder mehr in den Vordergrund.

Auch heuer werden viele Hebammen und Studierende aus Österreich am Deutschen Kongress für Perinatale Medizin in Berlin teilnehmen. Wir freuen uns auf interessante fachliche Inputs und auf den intensiven Austausch mit Hebammen, Entbindungspfleger*innen und Ärzt*innen.

Petra Welskop
Präsidentin des Österreichischen Hebammengremiums

Liebe Kongressbesucherinnen und Kongressbesucher,

«Was für ein origineller Titel für einen Kongress» war das erste, das mir in den Sinn gekommen ist, als ich die Ausschreibung für den Perinatalkongress 2019 gelesen habe. Neben den nostalgischen Erinnerungen an die 1980er-Jahre gefällt mir der Fokus auf das «gemeinsam sind wir stark» aus der Songzeile des Refrains besonders gut, denn genau so stelle ich mir die Zusammenarbeit in der Geburtshilfe vor: Indem wir alle dasjenige tun, was wir am besten können und am besten beherrschen, uns an den gegenseitigen Ressourcen orientieren und diese so einsetzen, dass für jede Mutter, jedes Kind, jede Familie das bestmögliche Geburtserlebnis möglich wird. Ich freue mich, dass der Schweizerische Hebammenverband angefragt wurde, den Perinatalkongress 2019 als Kooperationspartner zu unterstützen. Das Programm klingt sehr vielversprechend und ich bin überzeugt, dass Hebammen, Pflegefachpersonen, Ärztinnen und Ärzte an dieser gemeinsamen länderübergreifenden Veranstaltung viel werden profitieren können. Ich wünsche mir, dass wir gestärkt nach Hause gehen werden, im Wissen darüber, wo unsere jeweiligen Stärken liegen, und in der Achtsamkeit, unsere Arbeit gegenseitig zu respektieren und unser Nebeneinander zu tolerieren. Das Verständnis zu fördern ist die Stärke eines gemeinsamen Kongresses schlechthin. In diesem Sinne wünsche ich den Organisatorinnen und Organisatoren einen erfolgreichen Kongress mit einem grossen, interessierten Publikum. Herzlichen Dank für die Einladung!

Barbara Stocker Kalberer
Präsidentin Schweizerischer Hebammenverband